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Madame Gigi
- Showdown für die Sinne
Herr-lich
despektierlich, ihre lustvollen Frivolitäten, wenn sie mit aller Raffinesse
weiblicher Verführungskunst die ersten drei Reihen vor der Bühne erst in die
kollektive Verzückung versetzt und sie dann derb von der rosaroten Wolke
herunter holt. Hier mal ein Küsschen, da mal mit den lackierten Nägeln
kraulend durch´s Nackenhaar ihres „Opfers“ fährt, es zappeln läßt.
Anders
als in den Showkreisen üblich, ist Gigi sich und damit auch ein Stück weit von
der Travestiekunst in ihrer Ursprünglichkeit treu geblieben. Die hat ihren
Ursprung in den kleinen Clubs hinter´m Bahnhof, von wo aus sie die Welt
eroberte.Madame Gigi hat dazu einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet. 24
Jahre flirtet er/sie sich durch die Clubs der Republik, heimste dafür Preise
und begeisterten Aplaus ein. Nacht für Nacht eine andere Stadt, eine andere Bühne,
ein anderes Publikum, das angemacht werden wollte. Ein aufregendes, ein
spannendes Spiel mit der Lust. Ein harter Job, der auch seine unschönen Seiten
hatte........Die schönen Momente obsiegten. Warum auch sonst sollte man nach 24
Jahren noch einmal die da auf den Stühlen vorne vor der Bühne nach aller Kunst
„vernaschen“ wollen.
Wenn
Madame Gigi und ihr Ensemble alle Register des Verwirrspiels ziehen, um ihr
Publikum in die verruchte Glitzerwelt der Pailettenkleider entführen, bleibt
kein Auge trocken.
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